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Abbildung: Fahrradanteile in Europa (Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie)

Radfahren in Europa und Österreich

Radfahren ist in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil des Stadtlebens in Europa geworden und die auf das Fahrrad entfallenden Verkehrsanteile in Mitteleuropa haben auch zukünftig noch großes Wachstumspotenzial.

Der Radverkehr ist nicht nur umweltfreundlich und gesundheitsfördernd, sondern zunehmend auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Wie aus einer Studie des Lebensministeriums hervorgeht, entfielen 2010 etwa 6,6% des gesamten Kaufkraftvolumens in Österreich auf Radfahrende, was ca. 2,53 Mrd. Euro entspricht. Jeder zusätzliche Prozentpunkt am Verkehrsanteil, so die Studie, kann das Umsatzvolumen um weitere 0,2% für den lokalen Einzelhandel steigern. (Quelle: Studie „Radfahren und Einkaufen“; 2010, Lebensministerium)

Einkaufen mit dem Rad

Marktpotential für das Einkaufen mit dem Fahrrad

• In Österreich und anderen Staaten wurde die Erhöhung des Radfahrer*innenanteils zum politschem Ziel erklärt: zum Beispiel strebt Wien bis 2015 eine Verdoppelung auf 10 -12% an
• Pro 1% Verkehrsanteilssteigerung sind mindestens 0,2% zusätzliches Umsatzpotential für den lokalen Einzenlhandel realisierbar
• Mit dem Fahrrad werden vor allem Produkte des täglichen Bedarfs gekauft

Lebensmittelhandel

• Fahrradnutzende Personen kaufen gerne dort ein, wo sie arbeiten oder wohnen und konzentrien damit ihre Kaufkraft vor allem auf Innenstädte bzw. auf die lokale Infrasturktur
• Laut einer Studie liegt die Besuchshäufigkeit bei PKW-Nutzer*innen bei 123 Einkaufstagen und bei Radnutzer*innen bei 148 Einkaufstagen
• Durch diese höhere Besuchsfrequenz steigt das Kontaktpotential für Aktionen oder Kampagnen und die Chance auf eine Stammkund*innenbindung.
• Der durchschnittliche Einkauf beläuft sich bei Radnutzer*innen auf 20 Euro und bei PKW-Nutzer*innen 40 Euro. Der Unterschied wird durch eine höhere Einkaufsfrequenz von Radfahrenden und die Kosten für PKW Parkplätze mehr als ausgeglichen.

Das Fahrrad als Kommunikationsmittel

Die Wahrnehmung des Fahrrads hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt und seine Wichtigkeit als umweltfreundliches Verkehrs- und Transportmittel wird immer deutlicher. Der Radverkehr erfreut sich deshalb auch einer höheren Präsenz im städtischen Bereich und im öffentlichen Raum. Auch erweitert sich die Gruppe der Radfahrenden stetig und immer mehr Menschen, quer durch alle sozialen Gruppen und Altersschichten, nutzen immer öfter das Fahrrad. Diese Umstände machen das Fahrrad zu einem optimalen Kommunikations- und Werbemittel im öffentlichen Raum.

 

Vorteile des Fahrrads als Kommunikationsmittel

  • durch die geringe Geschwindigkeit (10 km/h im Durchschnitt) gut sichtbar im öffentlichen Raum
  • pro Fahrt werden im Durchschnitt 3-5 km zurückgelegt
  • hohes Fahrradaufkommen besonders in Innenstadtlagen
  • Assoziation mit einem grünen und trendigen Verkehrsmittel
  • Bindung der stetig wachsende Gruppe der Radfahrenden

Für weitere Informationen zum Thema Radfahren können wir zwei gehaltvolle Studien empfehlen:

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft: Einkaufen mit dem Rad 

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie: Radverkehr in Zahlen